Ohmgebirge

Das Bergwerkseigentum (BWE) Ohmgebirge ist das kleinste Lizenzgebiet des Unternehmens. Die Lagerstätte liegt relativ flach, in den historischen Bohrungen wurden gute Gehalte an Sylvinit nachgewiesen. Das Gebiet grenzt an alte Bergwerke, für die bereits zu DDR-Zeiten eine Erweiterung dorthin geplant war. Dies waren unter anderem die Gründe, weshalb SHP die Entscheidung traf, das Projekt „Ohmgebirge“ als potenziell kostengünstiges Startprojekt vorrangig zu verfolgen.

Das Ohmgebirge liegt im nordwestlichen Ablagerungsraum des Südharz-Kalireviers, etwa 30 km westlich von Sondershausen und 65 km nordwestlich der Landeshauptstadt Erfurt.

Die bergmännisch nutzbare Kalisalz-Lagerstätte erstreckt sich fast über die gesamte Fläche des Bergwerkseigentums Ohmgebirge. Es gibt nur geringe Schwankungen in der mineralogischen Zusammensetzung oder dem Mineralgehalt. Sylvinit dominiert und erreicht eine durchschnittliche Mächtigkeit von 7,2 m. Im Südosten des Lizenzgebietes wurden zudem 15 m Carnallitit unterhalb des Sylvinit nachgewiesen. Die Kalisalzlagerstätte ist leicht wellig und weist kein ausgeprägtes Einfallen auf.

An das Bergwerkseigentum Ohmgebirge grenzen die inzwischen stillgelegten Bergwerke Bischofferode und Bleicherode/Sollstedt. Nach ersten Erkundungen in den frühen 1900er Jahren wurde die Erkundung im Ohmgebirge in den 1960er Jahren von der ehemaligen DDR wieder ernsthaft aufgenommen und in den 1980ern vervollständigt.

Für den Bereich des BWE Ohmgebirge wurden bereits vier historische Ressourcenbewertungen durchgeführt. Diese Bewertungen beruhen unter anderem auf den Ergebnissen der Erkundungsarbeiten, die zwischen 1956 und 1984 durchgeführt wurden.

Geologische Vorräte nach JORC 2012

Im Dezember 2019 wurde durch die Micon International eine JORC 2012 konforme Vorratsbewertung für das Lizenzgebiet erstellt und der geologische Vorrat der Lagerstätte im BWE Ohmgebirge als „Inferred Ressource“ klassifiziert.

Anmerkungen:
Minimaler Cut-off-Gehalt ≥5% K2O.
15% geologischer Verlust; angewendet, um mögliche unbekannte geologische Verluste für „Inferred Ressources“ zu berücksichtigen.
Datenquelle: Historische Aufzeichnungen (BVVG) geprüft und verifiziert.
„Inferred Ressources“ abgerundet auf die nächsten 100.000 t.
Aufgrund von Rundungen können Fehler auftreten.

Insgesamt wurden 14 historische Erkundungsbohrungen (einschließlich einer abgelenkten Bohrung) innerhalb des Bergwerkeigentums Ohmgebirge niedergebracht. Zusätzliche Bohrungen, die sich um die Lizenz herum befinden, wurden ebenfalls für die Projekt-Datenbasis herangezogen, wodurch sich die Gesamtzahl der für die Modellierung des geologischen Vorrats verwendeten Bohrungen auf 41 erhöht.

Von diesen 41 Bohrungen, die für das Lagerstättenmodell verwendet wurden, haben 4 das Kaliflöz (z2KSt) nicht durchteuft. Chemische Analysedaten existieren von 27 Kernbohrungen, mineralogische Auswertungen des Probematerial liegen für 35 Bohrkerne vor. An den Bohrungen, die zwischen 1956 und 1984 abgeteuft wurden, wurden auch geophysikalische Untersuchungen, einschließlich Gamma-, Gamma-Gamma- und natürliche Gammastrahlung- durchgeführt. Die Unterlagen aus den Bohrprogrammen der 1960er und 1980er Jahre enthalten Bohrprofile, bei denen eine Korrelation zwischen Geologie und Ergebnissen der Bohrlochgeophysik durchgeführt wurde.

Die Bohrlochabstände liegen zwischen 970 und 2.400 m mit einem durchschnittlichen Abstand von etwa 1.000 m. Die Bohrungen sind dabei gleichmäßig über die Fläche verteilt.

Laufende Arbeiten

Eine technische Vorstudie für das Projekt Ohmgebirge definierte eine Abbaumethode und ein Verfahren zur Verarbeitung des Rohstoffs für die Gewinnung von hochreinem MOP (Muriat von Kalisalz) und NaCl (Salz), wobei feste und flüssige Abfälle in die Grubenhohlräume rückverfüllt werden sollen. Dadurch verbleiben keine Rückstände aus der Verarbeitung an der Erdoberfläche.

Nachdem für das Projekt Ohmgebirge bereits eine „Inferred Ressource“ nach JORC 2012 von 325 Millionen Tonnen mit 13,14% K2O abgeleitete wurde, plant das Unternehmen derzeit ein Bohrprogramm für Bestätigungsbohrungen. Damit ist es möglich die Bewertung der geologischen Vorräte auf “Measured and Indicated” hochzustufen. Dies ist wiederum notwendig, um die Veröffentlichung einer bereits abgeschlossenen Studie zu erleichtern.

Das Unternehmen plant als weiteren Schritt die Durchführung einer Machbarkeitsstudie für das Projekt Ohmgebirge.

 

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